Wenige Stimmen sind so eng mit der Geschichte des Eurovision Song Contest verbunden wie ihre. Vicky Leandros holte 1972 den Grand-Prix-Sieg und verkaufte über die Jahrzehnte mehr als 55 Millionen Tonträger.1
Was viele Hamburger gar nicht auf dem Schirm haben: Die Sängerin ist längst eine Nachbarin.
Sie lebt in Harvestehude, einem der nobelsten Stadtteile im Bezirk Eimsbüttel, direkt in der Nähe der Außenalster.1
Wir haben nachgeschaut, was aus der wohl bekanntesten Wahl-Hamburgerin des Schlagers geworden ist.
Von Korfu auf die größte Bühne Europas
Geboren wurde Vicky Leandros als Vasiliki Papathanasiou im griechischen Paleokastritsa auf Korfu. Über das genaue Geburtsjahr gibt es bis heute zwei Lesarten: Mehrere Biografien nennen den 23. August 1949, während ihre offizielle Registrierung später auf 1952 geändert wurde.1
Die Musik lag in der Familie. Ihr Vater Leo Leandros war Komponist und Produzent, und er war es, der die Karriere seiner Tochter früh in Bahnen lenkte.1
Schon 1967 trat sie für Luxemburg beim Grand Prix in Wien an. Mit L'amour est bleu landete sie auf dem vierten Platz, doch das Lied wurde in einer Orchesterfassung später ein weltweiter Erfolg und kletterte in den USA bis an die Spitze der Charts.1
Der ganz große Triumph kam fünf Jahre später. 1972 gewann sie, erneut für Luxemburg, mit Après toi den Grand Prix Eurovision de la Chanson.1
Die deutsche Version Dann kamst du und das Lied selbst wurden zum Welthit. Insgesamt verkaufte sich der Titel in seinen verschiedenen Sprachfassungen millionenfach.1
In Deutschland folgte Hit auf Hit. Theo, wir fahr'n nach Lodz erreichte 1974 Platz eins der Charts, und Ich liebe das Leben wurde 1975 zu einem ihrer beständigsten Klassiker.1
Auch abseits der Bühne war ihr Leben bewegt. 1986 heiratete sie den Unternehmer Enno Freiherr von Ruffin und lebte mit ihm bis zur Trennung 2005 auf Gut Basthorst in Schleswig-Holstein, also vor den Toren Hamburgs.1
Eine zweite, ungewöhnliche Karriere führte sie zwischendurch in die Politik. Von 2006 bis 2008 saß sie für die PASOK im Stadtrat von Piräus und war dort als stellvertretende Bürgermeisterin für Kultur zuständig.1
Was Vicky Leandros heute macht (Stand 2026)
Ans Aufhören denkt Vicky Leandros trotz ihres runden Alters nicht wirklich. 2025 absolvierte sie zwar offiziell ihre Abschiedstournee, kündigte aber zugleich an, dass es weitergehe.2
Statt voller Konzertkalender setzt sie nun stärker auf den guten Zweck. Sie hat angekündigt, künftig mehr Zeit in Wohltätigkeit zu stecken und Benefizkonzerte zu geben.2
Wie ernst sie das meint, zeigte ein Charity-Dinner in München, bei dem sie kurz vor Weihnachten rund 900.000 Euro für sozial benachteiligte Kinder sammelte.2
Den wohl symbolträchtigsten Auftritt des Jahres hatte sie im Mai 2026. Sie eröffnete das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest in Wien und sang dort L'amour est bleu in einer komplett neuen Fassung, begleitet von einem großen Chor.3
Für sie schloss sich damit ein Kreis. In genau jener Stadt war sie 1967 zum ersten Mal beim Grand Prix angetreten, und mit genau diesem Lied kehrte sie nun fast sechs Jahrzehnte später auf die Eurovision-Bühne zurück.3
Auch politisch meldet sie sich zu Wort. 2025 stellte sie sich öffentlich für Vielfalt, Toleranz und Menschenwürde und positionierte sich klar gegen die Vereinnahmung ihrer Konzerte durch politische Ränder.1
Daneben bleibt sie ein gefragter Gast für einzelne Live-Auftritte. Für die Saison 2026 und 2027 sind weiterhin Termine angekündigt, sodass das Publikum sie auch in Zukunft auf der Bühne erleben kann.4
Der Eimsbüttel-Bezug
Ihren Lebensmittelpunkt hat Vicky Leandros längst in Hamburg gefunden. Seit 2012 wohnt sie in Harvestehude, dem vornehmen Stadtteil im Süden des Bezirks Eimsbüttel an der Außenalster.1
Schon vorher war sie der Region eng verbunden. Mit ihrem Mann lebte sie auf Gut Basthorst östlich von Hamburg, sodass die Hansestadt seit Jahrzehnten zu ihrem Leben gehört.1
Wer in Harvestehude an der Alster spazieren geht, bewegt sich also auf der Wohnlage einer echten Schlager-Legende. Zwischen den Villen und dem Wasser liegt heute ihr Zuhause.
Mehr darüber, wie die einzelnen Viertel des Bezirks ticken, erfährst du in unserer Übersicht der Stadtteile von Eimsbüttel. Und wenn du wissen willst, wie viele Menschen hier eigentlich leben, hilft dir unser Blick auf die Einwohner von Eimsbüttel weiter.
Ausblick
Ein leiser Abgang ist nicht ihr Stil. Vicky Leandros hat ihre Abschiedstournee zwar beendet, doch zwischen Benefizkonzerten, einzelnen Auftritten und großen Gala-Momenten wie in Wien bleibt sie präsent.2
Vieles spricht dafür, dass sie ihre Bühnenkraft in den kommenden Jahren vor allem für den guten Zweck einsetzt. Ihre Verbundenheit mit Hamburg und mit Harvestehude trägt sie dabei mit der gleichen Selbstverständlichkeit wie ihre großen Klassiker.
Sie ist übrigens nicht das einzige bekannte Gesicht aus dem Bezirk. Auch über die Geschichte von Eimsbüttel lässt sich entdecken, wie viel Prominenz und Kultur hier über die Jahre zusammengekommen sind.
Häufige Fragen zu Vicky Leandros
Wie alt ist Vicky Leandros und wann wurde sie geboren?
Vicky Leandros wurde am 23. August in Paleokastritsa auf Korfu geboren. Beim Geburtsjahr gibt es zwei Angaben: Viele Quellen nennen 1949, ihre offizielle Registrierung wurde später auf 1952 geändert. Je nach Lesart ist sie 2026 also 74 oder 77 Jahre alt.1
Wo wohnt Vicky Leandros heute?
Sie lebt seit 2012 in Hamburg-Harvestehude, einem Stadtteil im Bezirk Eimsbüttel an der Außenalster.1
Was macht Vicky Leandros heute beruflich?
Nach ihrer Abschiedstournee 2025 widmet sie sich verstärkt Benefizkonzerten und der Wohltätigkeit. Im Mai 2026 eröffnete sie das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest in Wien, und für 2026 und 2027 sind weiterhin Auftritte angekündigt.3
Mit welchem Lied gewann Vicky Leandros den Grand Prix?
Sie gewann 1972 den Grand Prix Eurovision de la Chanson für Luxemburg mit Après toi, im Deutschen bekannt als Dann kamst du beziehungsweise Komm wieder, mein Liebster.1
Wie hoch ist das Vermögen von Vicky Leandros?
Zu Vicky Leandros' Vermögen gibt es keine offiziellen Angaben. Belegt ist lediglich, dass sie im Lauf ihrer Karriere mehr als 55 Millionen Tonträger verkauft hat.1