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Eimsbüttel Statistik 2026: 31 Fakten über den Stadtteil

Von Uwe Winkler | 18. Juni 2026
Eimsbüttel Statistik 2026: 31 Fakten über den Stadtteil © Foto: Dox8o8 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
Das Bezirksamt Eimsbüttel.

Eimsbüttel liegt nordwestlich der Hamburger Innenstadt und gilt als einer der beliebtesten Wohnstadtteile der Stadt. Geprägt von dichten Gründerzeitvierteln, kleinen Parks und der quirligen Osterstraße ist der Stadtteil ein Musterbeispiel für urbanes Leben auf engem Raum. Hier reiht sich Café an Laden, Arztpraxis an Restaurant, und fast alles ist zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar.

Wer hier lebt oder den Stadtteil besser kennenlernen will, stößt schnell auf erstaunliche Zahlen, eine lange Geschichte und ein paar überraschende Rekorde. Wir haben 31 Fakten über Eimsbüttel zusammengetragen. Jeder Fakt trägt am Ende eine Nummer, die per Klick zur passenden Quelle springt, deren genaue Adresse sich dort per Mauszeiger anzeigen lässt.

Was dich erwartet

Größe, Lage und Bevölkerung

1. Rund 57.800 Menschen leben im Stadtteil

Am 31. Dezember 2024 zählte der Stadtteil Eimsbüttel laut Statistikamt Nord 57.798 Einwohner. Damit gehört er zu den bevölkerungsreichsten Stadtteilen Hamburgs, obwohl seine Fläche vergleichsweise klein ist. Auf wenigen Quadratkilometern drängen sich hier so viele Menschen wie in mancher Kleinstadt.1

2. Nur 3,2 Quadratkilometer Fläche

Mit einer Fläche von lediglich rund 3,2 Quadratkilometern ist Eimsbüttel ein ausgesprochen kompakter Stadtteil. Diese geringe Ausdehnung ist der Grund dafür, dass hier alles dicht beieinander liegt und man die meisten Wege bequem zu Fuß zurücklegen kann. Der gleichnamige Bezirk Eimsbüttel ist mit rund 50 Quadratkilometern dagegen vielfach größer.2

3. Über 18.000 Einwohner pro Quadratkilometer

Die Bevölkerungsdichte lag bei rund 18.062 Einwohnern je Quadratkilometer und gehört damit zu den höchsten ganz Hamburgs. Zum Vergleich: Im gesamten Stadtgebiet leben im Schnitt nur etwa 2.500 Menschen je Quadratkilometer. Eimsbüttel zählt damit zu den am dichtesten besiedelten Stadtteilen der Hansestadt.3

4. Erstmals 1275 urkundlich erwähnt

Eimsbüttel wurde 1275 zum ersten Mal urkundlich genannt, damals als kleines Dorf vor den Toren Hamburgs. In jenem Jahr verkauften die Adligen von Heynbroke hier eine Hufe Land an die Nonnen des Klosters Herwardeshude. Aus dem winzigen Dorf von einst ist über die Jahrhunderte einer der lebendigsten Stadtteile der Stadt geworden.4

5. Der Name geht auf einen Mann namens Elimar zurück

Der Stadtteilname leitet sich vom mittelalterlichen "Eymersbuttele" ab und verweist auf seinen vermuteten Gründer namens Elimar. Die Endung "-büttel" stammt aus dem Altsächsischen und bezeichnet eine Siedlung oder einen Wohnplatz. Viele Orte rund um Hamburg tragen diese typische Endung bis heute im Namen.5

6. 1894 nach Hamburg eingemeindet

Lange war Eimsbüttel ein eigenständiger Vorort, ehe es 1894 als Stadtteil in das Hamburger Stadtgebiet eingegliedert wurde. In der Gründerzeit wuchs der Ort rasant, weil Hamburg dringend Wohnraum für seine wachsende Bevölkerung brauchte. Aus dem Dorf wurde so binnen weniger Jahrzehnte ein dicht bebauter städtischer Stadtteil.6

7. Durchschnittsalter von rund 41 Jahren

Das Durchschnittsalter lag im Stadtteil bei etwa 41,4 Jahren und damit leicht unter dem Hamburger Mittel. Eimsbüttel gilt als Stadtteil mit einer eher jungen, urbanen Bewohnerschaft, in der Studenten, Berufstätige und junge Familien stark vertreten sind. Wer mehr über die kulinarische Seite des Alltags wissen will, findet Tipps in unserer Übersicht zu den Cafés in Eimsbüttel.7

8. Gut jeder Vierte hat einen Migrationshintergrund

Rund 26,5 Prozent der Einwohner haben einen Migrationshintergrund, der Anteil ausländischer Staatsangehöriger liegt bei etwa 12,8 Prozent. Damit ist Eimsbüttel international geprägt, aber etwas weniger stark als der Hamburger Durchschnitt. Die Mischung aus alteingesessenen Familien und Zugezogenen macht einen Teil des Stadtteilcharakters aus.8

Haushalte und Wohnen

9. Fast sieben von zehn leben allein

Von den rund 38.800 Haushalten im Stadtteil sind etwa 26.500 Einpersonenhaushalte, das entspricht einem Anteil von rund 68 Prozent. Damit gehört Eimsbüttel zu den Stadtteilen mit besonders vielen Singlewohnungen, typisch für eine zentrale, gut angebundene Lage. Im Schnitt leben hier nur etwa 1,5 Personen je Haushalt.9

10. Nur wenige Haushalte mit Kindern

Lediglich rund 12 Prozent der Haushalte sind Haushalte mit Kindern, und der Anteil der unter 18-Jährigen liegt bei etwa 12,1 Prozent. Eimsbüttel ist damit stärker von kleinen Haushalten geprägt als von klassischen Familienwohnungen. Wer mit Kindern herzieht, schätzt dafür die kurzen Wege und die vielen kleinen Parks.10

11. Geprägt von Gründerzeitbauten

Das Stadtbild wird bis heute von mehrstöckigen Gründerzeithäusern bestimmt, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden. Die geschlossenen Blockrandbebauungen mit ihren verzierten Fassaden geben dem Stadtteil sein typisches, dicht bebautes Gesicht. Hinterhöfe und Seitenstraßen sorgen zugleich für ruhige Ecken mitten in der Stadt.11

12. Mieten von rund 14 bis 17 Euro pro Quadratmeter

Wohnen in Eimsbüttel ist gefragt und entsprechend teuer. Je nach Quelle und Lage liegt die durchschnittliche Angebotsmiete 2025/2026 zwischen rund 14 und gut 16 Euro pro Quadratmeter, einzelne Wohnungen reichen bis 27 Euro. Damit zählt der Stadtteil zu den hochpreisigen Wohnlagen Hamburgs, getrieben von der zentralen Lage und der hohen Nachfrage.12

13. Teurer Nordwesten, große Unterschiede im Bezirk

Innerhalb des Bezirks Eimsbüttel klaffen die Wohnkosten weit auseinander. Während die noblen Nachbarstadtteile Harvestehude und Rotherbaum mit teils über 18 Euro je Quadratmeter zu den teuersten der Stadt zählen, sind Lagen am Stadtrand wie Eidelstedt oder Schnelsen deutlich günstiger. Eimsbüttel selbst liegt im gehobenen Mittelfeld dieses Spektrums.13

Wahrzeichen und Geschichte

14. 1813 von französischen Truppen niedergebrannt

Während der Franzosenzeit erlebte Eimsbüttel seine dunkelste Stunde: 1813 ließen Napoleons Truppen das Dorf niederbrennen, um vor den Toren Hamburgs ein freies Schussfeld zu schaffen. Fast die gesamte Bebauung fiel den Flammen zum Opfer, nur einzelne Höfe wie der Heußhof blieben verschont. Erst Jahrzehnte später erholte sich der Ort von dieser Zerstörung.14

15. Die Christuskirche war das erste Gotteshaus

Mit dem schnellen Wachstum in der Gründerzeit kamen auch die ersten Kirchen. Die Christuskirche wurde 1886 geweiht und gilt als erstes eigenes Gotteshaus Eimsbüttels. Wenige Jahre später, 1894, folgte die markante Apostelkirche, deren Turm bis heute über die Dächer des Stadtteils ragt.15

16. Hier wuchs Angela Merkel als Kleinkind auf

Eimsbüttel hat einige bekannte Namen hervorgebracht oder beherbergt. Die spätere Bundeskanzlerin Angela Merkel kam 1954 in Hamburg zur Welt und verbrachte ihre allerersten Lebenswochen im Stadtteil, ehe die Familie nach Brandenburg zog. Auch der Rapper Samy Deluxe und der Schriftsteller Uwe Timm sind eng mit Eimsbüttel verbunden.16

17. Eine eigene Geschichtswerkstatt bewahrt die Vergangenheit

Seit Jahrzehnten dokumentiert die Geschichtswerkstatt Eimsbüttel das Leben im Stadtteil, von der Industrialisierung über die NS-Zeit bis zur Stadtentwicklung der Gegenwart. Ehrenamtliche sammeln Fotos, Dokumente und Zeitzeugenberichte und machen sie öffentlich zugänglich. So bleibt die wechselvolle Geschichte des Stadtteils lebendig.17

Wirtschaft und Alltag

18. Die Osterstraße ist die Lebensader des Stadtteils

Die Osterstraße zieht sich als wichtigste Einkaufsstraße quer durch Eimsbüttel und bündelt einen Großteil des Stadtteillebens. Zwischen Cafés, Restaurants, inhabergeführten Läden und Arztpraxen ist hier von früh bis spät Betrieb. Wer den Stadtteil verstehen will, beginnt am besten mit einem Bummel über diese Meile.18

19. Kurze Wege zu allem, was man braucht

Eimsbüttel gilt als kleiner Mikrokosmos, in dem sich fast alles Lebensnotwendige in wenigen Gehminuten erledigen lässt. Bäcker, Supermarkt, Apotheke und Wochenmarkt liegen Tür an Tür mit Kneipen und kleinen Geschäften. Diese Nahversorgung auf engstem Raum ist einer der Hauptgründe für die anhaltende Beliebtheit des Stadtteils, wie auch unsere Übersicht der Bäckereien in Eimsbüttel zeigt.19

20. Ein dichtes Netz aus Cafés und Restaurants

Kaum ein anderer Stadtteil Hamburgs hat auf so kleiner Fläche eine so große Gastronomiedichte wie Eimsbüttel. Von der klassischen Eckkneipe über vegetarische Lokale bis zur internationalen Küche ist hier nahezu jede Geschmacksrichtung vertreten. Das macht den Stadtteil zu einem beliebten Ziel für Ausgeher aus ganz Hamburg.20

Natur und Freizeit

21. Der Unnapark liegt direkt an der Osterstraße

Mitten im dichten Stadtteil bietet der Unnapark eine grüne Ruhezone, parallel zur belebten Osterstraße. Die 1956 eröffnete Anlage ist nach dem Hamburger Hautarzt Paul Gerson Unna benannt und lädt mit Wiesen, Spielplatz und altem Baumbestand zum Verweilen ein. Für viele Familien ist der Park die wichtigste Grünfläche im Alltag.21

22. Wehbers Park bietet einen weiteren grünen Rückzugsort

Am Doormannsweg liegt mit Wehbers Park eine zweite kleine Oase, bekannt für ihre imposanten Hainbuchenhecken. Die liebevoll gepflegte Anlage ist ein beliebter Treffpunkt zum Spazieren, Lesen und Durchatmen. Zusammen mit dem Unnapark sorgt sie für ein wenig Grün in einem ansonsten dicht bebauten Stadtteil.22

23. Das Kaifu-Bad ist Hamburgs ältestes Schwimmbad

Am Kaiser-Friedrich-Ufer liegt das Kaifu-Bad, das mit über 100 Jahren Geschichte als ältestes Schwimmbad Hamburgs gilt. Es war zudem das erste Warmwasser-Freibad der Stadt und ist bis heute ein beliebter Ort für Schwimmer aus dem ganzen Stadtteil. Generationen von Eimsbüttelern haben hier das Schwimmen gelernt.23

24. Sport und Bewegung haben viele Adressen

Neben dem Kaifu-Bad gibt es im Stadtteil zahlreiche Möglichkeiten, aktiv zu werden, von Vereinen über Yogastudios bis zu modernen Fitnessanlagen. Die hohe Bevölkerungsdichte sorgt für entsprechend viel Nachfrage und ein breites Angebot. Einen Überblick liefert unsere Liste der Fitnessstudios in Eimsbüttel.24

Verkehr und Anbindung

25. Gleich zwei U-Bahn-Linien durchziehen den Stadtteil

Eimsbüttel ist über die Linien U2 und U3 hervorragend an das Hamburger Schnellbahnnetz angebunden. Stationen wie Osterstraße, Emilienstraße, Christuskirche, Lutterothstraße und Schlump bringen die Bewohner in wenigen Minuten in die City. Wer hier wohnt, kommt ohne Auto bestens durch den Alltag.25

26. Zentrale Lage am Rand der Innenstadt

Der Stadtteil grenzt unter anderem an Rotherbaum, Harvestehude, Hoheluft-West und Stellingen sowie an die zum Bezirk Altona gehörenden Stadtteile Sternschanze und Altona-Nord. Diese Lage direkt nordwestlich der Innenstadt macht Eimsbüttel zu einem idealen Wohnort für alle, die kurze Wege ins Zentrum schätzen. Universität und Messe sind nur einen Katzensprung entfernt.26

Politik und Verwaltung

27. Die Grünen sind die stärkste Kraft im Bezirk

Bei der Bezirksversammlungswahl am 9. Juni 2024 blieben die Grünen mit 29,6 Prozent stärkste Kraft im Bezirk Eimsbüttel, mussten aber deutliche Verluste hinnehmen. Auf den weiteren Plätzen folgten die SPD mit 23,4 Prozent und die CDU mit 19,5 Prozent. Der Stadtteil Eimsbüttel gehört dabei zu den traditionell grün-affinen Lagen des Bezirks.27

28. 51 Sitze in der Bezirksversammlung

Die Bezirksversammlung Eimsbüttel umfasst 51 Sitze, die nach der Wahl 2024 neu verteilt wurden. Die Grünen stellen 15 Abgeordnete, die SPD 12 und die CDU 10, gefolgt von der Linken mit 5 sowie FDP, AfD und Volt mit je 3 Sitzen. In diesem Gremium werden die wichtigsten Entscheidungen für den Bezirk getroffen.28

Was den Stadtteil heute prägt

29. Eimsbüttel ist Teil des kleinsten Hamburger Bezirks

Der Stadtteil gehört zum Bezirk Eimsbüttel, der mit rund 50 Quadratkilometern Fläche der kleinste der sieben Hamburger Bezirke ist. Auf nur sieben Prozent der Stadtfläche leben dort rund 14 Prozent aller Hamburger. Im dicht besiedelten Kerngebiet rund um den Stadtteil Eimsbüttel erreicht die Einwohnerdichte sogar das Fünffache des Hamburger Durchschnitts.29

30. Ein gefragter Wohnort mit steigenden Preisen

Die anhaltende Beliebtheit hat ihren Preis: Die Mieten in Eimsbüttel klettern Jahr für Jahr weiter, allein zwischen 2025 und 2026 stiegen die durchschnittlichen Angebotsmieten erneut an. Bezahlbarer Wohnraum wird damit zur zentralen Herausforderung für den Stadtteil. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Wohnungen ungebrochen hoch.30

31. Ein Stadtteil zwischen Tradition und urbanem Wandel

Eimsbüttel bleibt ein Stadtteil der Gegensätze, in dem Gründerzeitcharme, dichtes Stadtleben und der Druck einer wachsenden Stadt aufeinandertreffen. Ob bei der Osterstraße, den kleinen Parks oder dem angespannten Wohnungsmarkt: Die kommenden Jahre entscheiden darüber, wie der Stadtteil seinen besonderen Charakter bewahrt. Spannend bleibt es hier allemal.31

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